Schnellbahn Wien

Stadtbahn

Als in London und Paris erste Stadtbahnen geplant und gebaut wurden, war man in Wien noch damit beschäftigt, die Stadtmauern niederzureißen. Als die ersten Konzepte für eine U-Bahn dem Kaiser vorgestellt wurden, soll dieser gemeint haben, dass „der Untergrund nur der Aufenthaltsraum der Toten ist“. Die Ingenieure gingen dann einfach weiter nach Budapest, wo ihre Pläne mit Begeisterung aufgenommen wurden. Als sich Wien zu einer Metropole entwickelte, war man sich endgültig bewusst, dass ein vernünftiges öffentliches Verkehrsnetz notwendig ist. Otto Wagner wurde beauftragt, die Stadtbahn zu planen. Er legte ein Konzept vor, das solange bearbeitet wurde, bis auch die Militärs, die sich vor allem für Truppenverschiebungen interessierten, zufrieden waren. So entstanden bis 1898 drei Linien, die eher militärisch als stadtplanerisch Nutzen hatten. Der Betrieb mit Dampfloks, aber auch die hohen Fahrpreise führten weiter dazu, dass die Bevölkerung die neue Stadtbahn nicht annahm. Neben den drei Hauptlinien Donaukanal, Gürtel und Wiental gab es noch Betrieb zwischen Hütteldorf über St. Veit an der Wien nach Meidling, auf der Vorortelinie und zwischen Südbahnhof und Nordbahnhof.

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